|
IV GRUNDPRINZIP DER METHODE
Die Wirbelsäule muss ziemlich gegensätzliche Funktionen erfüllen: Sie muss gleichzeitig stabil und beweglich sein. Das Gesamtsystem (Wirbel, Bandscheiben, Bänder, Stützmuskulatur) muss auf eine
sehr gut koordinierte Art funktionieren. Das tonische Postursystem ermöglicht das. Wenn ein Bestandteil dieses Systems verändert wird und wenn ein Ungleichgewicht eintritt, können Schmerzen
auftauchen. Die neusten Forschungsarbeiten in der Neurologie zeigen uns, dass der Fuss ein wesentlicher Bestandteil des muskulären Gleichgewichts ist. Zum Beispiel:
- Eine asymmetrische Stütze des Fusses kann eine Rotation und eine Kippe des Beckens bewirken:
Daraus können sich Schmerzen und Steifheiten in den Lendenwirbeln ergeben.
- Plattfüsse bewirken meistens eine zu starke Wölbung im Lendenbereich, während Hohlfüsse ein vertikales Kreuzbein bewirken.
Rückenschmerzen, aktuelle Schmerzen:
In Frankreich haben 47,6% der Erwachsenen Rückenschmerzen und 30% der Kinder zwischen 7 und 17 Jahren beklagen sich über Rückenleiden. Die Wirbel- und Rheumaschmerzen machen die dritte
Gesundheitsausgabe aus und jährlich sind die Arbeiter für 13 Millionen Tage wegen Rückenproblemen krank geschrieben.
Nach einer amerikanischen Statistik weisen 93% der Menschen ein Posturungleichgewicht auf, das heisst, dass nur 7% der Menschen ihr Originalschema behalten haben.
Das Posturungleichgewicht erzeugt abnormale Beanspruchungen (Kräfte) auf die Bestandteile, welche die gesamte Wirbelsäule bilden. Dieser mechanische Faktor ist eine erschwerende Ursache in den meisten
Funktionsstörungen des Rückens, der Hüften und der Knie.
Die Prozesse der Posturstabilisierung bewirken reflexartig ein besseres Gleichgewicht der Muskelketten, vermindern abnormale Spannungen und stabilisieren den Schwerpunkt des Körpers. Infolgedessen ergänzen
sie die Wirkung der üblichen Behandlungen.
Das Ziel der globalen
Wiederprogrammierung
der Postur besteht darin, den
Körper in sein Originalschema zurückzuführen.
|